„Wild und frei?! – Biologische Vielfalt im Kontext klimatischer Extreme“ – Lehrerfortbildung – Schloß Siebeneichen Meißen

22.03.2028
Meißen

„Wild und frei?! – Biologische Vielfalt im Kontext klimatischer Extreme“

LEHRERFORTBILDUNG Schuljahr 2027/2028 –
22.03.2028 – Schloß Siebeneichen Meißen – Schloßberg 2 – 01662 Meißen
Agenda:
10.00 Uhr    Begrüßung
Kerstin Richter – Bildungsprojekt Sachsen im Klimawandel
10.30 Uhr  Wild und frei? Die biologische Vielfalt Europas im Kontext klimatischer Extreme
Dr. Stephan Kambach – Institut für Biologie / Geobotanik und Botanischer Garten / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Vortrag und Diskussion
12.30 Uhr   Pause
13.30 Uhr   Biodiversität und Klimawandel – Arten, Lebensgemeinschaften und Ökosysteme Sachsens im Visier
Kerstin Richter
14.45 Uhr   Materialübergabe –  Ende

Inhaltliche Skizze:

Thematische Einordnung Dr. Stephan Kambach:

Menschliche Eingriffe in natürliche Ökosysteme haben global  zu weitreichenden ökologischen Verwerfungen geführt. Die Zerstörung bzw. Umnutzung  von  beispielsweise Wäldern, Mooren und maritimen Ökosystemen sowie die Vernichtung von  Arten in schwindeler-regenden Dimensionen war auch auf  dem europäischen Kontinent  und vor dessen Küsten gängige Praxis.
Weitreichende Vereinbarungen wurden geschlossen, um den weitern Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, wie die  EU-Fauna-Flora-Habitatsrichtlinie (1992), die EU-Biodiversitätsstrategie (2020), der globale Bíodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal (2022) oder die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (2024). Trotz klarer Ziele für 2030 stehen viele gefährdete Arten und Lebens-räume weiter unter Druck durch Landnutzung, -verschmutzung, invasive Arten und zunehmend auch durch den Klimawandel.

Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die überraschend schwer  zu beantworten ist: Woher wissen wir, wie es um die biologische Vielfalt in Europa oder Deutschland steht? Zwar beobachten in Europa und Deutschland  viele verschiedene Initiaven die unterschied-lichsten Artengruppen und Lebensräume.

Da diese Daten jedoch kaum zusammengeführt werden, gestaltet sich ein Gesamtbild zum Zustand der biologischen Vielfalt bisher schwierig.

Genau daran  arbeitet Stephan Kambach mit Forscher:innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität (NMZB) und des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv). In seinem Vortrag gibt er einen Überblick über die aktuellen Vereinbarungen zum Schutz der biologischen Vielfalt, die Initiativen zum Biodiversitätsmonitoring  und, daraus abgeleitet, die aktuellen Trends in der biologischen Vielfalt – mit besonderem Blick auf den Klimawandel und Klimaextreme.

Thematische Einordnung Kerstin Richter:

Die Auswirkungen zunehmender Hitze- und Dürreperioden und eines latenten Anstiegs der Durchschnittstemperatur in allen Jahres-zeiten auf  Arten, Lebensgemeinschaften und Ökosysteme in Sachsen stellt K. Richter dar. Als Bildungsreferentin des Schulprojektes Sachsen im Klimawandel bespielt sie dieses Thema seit 2009 im Biologieunterricht von Gymnasien und Oberschulen. Schwerpunkte sind Forste und deren tragende Arten, die Bäume, sowie Stadtgehölze im Klimawandel. Das Drama beginnt vor der eigenen Haustür, in diesem Fall im Großen Garten Dresden.

Kerstin Richter skizziert den Klimawandel in Sachsen, fasst die Inhalte des entsprechenden Klimawandel-Seminars „Auswirkungen des Klimawandels auf Arten, Lebensgemeinschaften und Ökosysteme“ – besonders geeignet für Schüler:innen von Jgst. 11 und Klasse 10 – zusammen und stellt diverse  Bildungsmodule  für  Schüler:innen  mit  thematischem  Bezug vor. Sie wirbt für einen zukunftsfähigen Wandel der Gesellschaft zu Nachhaltigkeit, Frieden und globaler Gerechtigkeit. Sie diskutiert Wege zur Begrenzung der Erde-rwärmung.

Kontakt:

www.sachsen-im-klimawandel.de

info@sachsen-im-klimawandel.de

Festnetz: 0351 / 416 09 32