Nachhaltig­keit als globale Heraus­forderung

Erdüberlastungstage global und national

Der Erdüberlastungstag (englisch Earth Overshoot Day, zunehmend seltener auch „Ecological Debt Day“, „Welterschöpfungstag“, „Weltüberlastungstag“ oder „Ökoschuldentag“) ist in einer jährlichen Kampagne der Organisation Global Footprint Network der Tag des laufenden Jahres, an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen in diesem Jahr übersteigt. Der Erdüberlastungstag ist ein Aktionstag.

Jahr Datum Globaler Verbrauch in Erde-Einheiten / Verbrauch auf Deutschland reproduziert
1961 15. Mai 1962 0,73 (In diesem Jahr ließ die globale Ressourceninanspruchnahme/Jahr noch Reserven übrig)
1970 29. Dezemb. 1,01 (Seitdem übersteigt der Verbrauch/Jahr die global zur Verfügung stehenden Ressourcen)
1971 20. Dezemb. 1,03 Planeten Erde stellten ihre Ressourcen zur Verfügung
1972 10. Dezemb. 1,06
1973 26. Novemb. 1,10
1974 27. Novemb. 1,10
1975 30. Novemb. 1,09
1976 16. Novemb. 1,14
1977 11. Novemb. 1,16
1978 7. Novemb. 1,17
1979 29. Oktober 1,21
1980   4. Novemb. 1,18
1981 11. Novemb. 1,16
1982 15. Novemb. 1,14
1983 14. Novemb. 1,15
1984   6. Novemb. 1,18
1985   4. Novemb. 1,19
1986 30. Oktober 1,20
1987 23. Oktober 1,23
1988 15. Oktober 1,27
1989 11. Oktober 1,29
1990 11. Oktober 1,29
1991 10. Oktober 1,29
1992 12. Oktober 1,28
1993 12. Oktober 1,28
1994 10. Oktober 1,29
1995   4. Oktober 1,32
1996   2. Oktober 1,33
1997 29. Septemb. 1,34
1998 29. Septemb. 1,34
1999 29. Septemb. 1,34
2000 23. Septemb. 1,38
2001 22. Septemb. 1,38
2002 19. Septemb. 1,39
2003   9. Septemb. 1,45
2004   1. Septemb. 1,49
2005 25. August 1,54
2006 19. August 1,58
2007 14. August 1,62
2008 14. August 1,62
2009 18. August 1,59
2010   7. August 1,67
2011   4. August 1,69
2012   4. August 1,69
2013   3. August 1,70
2014   4. August 1,69
2015   5. August 1,68
2016   5. August 1,68
2017   1. August 1,71 / Deutschland 24. April
2018 29. Juli 1,74 / Deutschland 02. Mai
2019 29. Juli 1,74 / Deutschland 03. Mai
2020 22. August 1,56 / Deutschland keine Angabe
2021 29. Juli 1,74 / Deutschland 05. Mai
2022 28. Juli 1,75 / Deutschland 04. Mai
2023   2. August 1,70 / Deutschland 04. Mai
2024   1. August 1,70 / Deutschland 02. Mai
2025 24. Juli          / Deutschland 05. Mai

Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Erdüberlastungstag

Internationale und nationale Gedenktage

Januar
11.01. Tag des deutschen Apfels
21.01. Ehrentage der Hörnchen
26.01. Tag der Umweltbildung + Tag der sauberen Energie
29.01. Tag des Blindenhundes
31.01. Zebra-Tag

Februar
02.02. Tag der Feuchtgebiete + Tag des Igels
10.02. Tag der Hülsenfrüchte
12.02. Internationaler Darwin-Tag
13.02. Tag des Wals
15.02. Tag des Regenwurms + Welttag der Schuppentiere

März
03.03. Tag des Artenschutzes
14.03. Erfahre-mehr-über-Schmetterlinge-Tag
20.03. Weltspatzentag
21.03. Tag des Waldes + Welttag der Gletscher
22.03. Weltwassertag + Tag der Robben + Earth Day
28.03. Ehrentag des Unkrauts

April
03.04. Welttag der Wassertiere
07.04. Tag des Bibers
13.04. Tag der Pflanze
22.04. Tag der Erde
23.04. Tag der Streuobstwiese
25.04. Tag des Baumes + Welt-Pinguin-Tag
27.04. Welttag der Möwen
28.04. Rettet-die-Frösche-Tag
30.04. Tag des Wolfes

Mai
02.05. Tag des Thunfischs
08.05. Welttag des Esels
10.05. Weltzugvogeltag I
16.05. Tag der Urzeitkrebse
20.05. Weltbienentag
21.05. Tag der kulturellen Vielfalt
22.05. Tag der Artenvielfalt
23.05. Weltschildkrötentag
24.05. Tag der Parke + Tag der Weinbergschnecke
29.05. Tag der Otter
30.05. Tag der Kartoffel
31.05. Welttag der Papgeien

Juni
01.06. UNESCO-Welterbetag + Weltbauerntag
05.06. Weltumwelttag + Tag gegen illegale Fischerei
08.06. Welttag der Ozeane
09.06. Tag des Gartens
11.06. Tag des Luchses
16.06. Tag der Meersschildkröten
17.06. Tag der Krokodile + Tag gegen Wüstenbildung
21.06. Welttag der Giraffe
22.06. Welttag der Kamele
26.06. Bärengedenktag
29.06. Tag der Tropen

Juli
03.07. Tag der Erdmännchen
06.07. Welttag der ländlichen Entwicklung
16.07. Welttag der Schlange
26.07. Weltmangroventag
28.07. Welttag des Naturschutzes
29.07. Welttag des Tigers
31.07. Welt-Ranger-Tag

August
04.08. Ehrentag der Eulen
08.08. Internationaler Katzentag
09.08. Tag der indigenen Völker
10.08. Tag des Löwen
12.08. Weltelefantentag
14.08. Welttag der Eidechsen
19.08. Tag des Oran-Utans
20.08. Welt-Moskito-Tag
22.08. Tag der Fische

September
14.09. Tag der Tropenwälder
16.09. Tag der Erhaltung der Ozonschicht
21.09. Tag des Geotops
22.09. Welt-Nashorn-Tag
24.09. Welttag des Gorillas
27.09. Tag der Pilze + Tag der Hasen
28.09. Tag der Flüsse

Oktober
01.10. Ehrentag des Waschbären
04.10. Welttierschutztag
07.10. Weltbaumwolltag
08.10. Welttag der Kraken
10.10. Welthundetag
11.10. Weltzugvogeltag II
13.10. Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen
16.10. Welternährungstag
17.10. Tag der Trittsteinbiotope
20.10. Tag des Faultiers
23.10. Tag des Schneeleoparden
31.10. Welt-Lemuren-Tag

November
03.11. Welttag der Quallen
05.11. Tag gegen Umweltausbeutung in Kriegen
09.11. Rettet-die-Kastanien-Tag
24.11. Tag der Sardine
29.11. Welttag des Ameisenbären

Dezember
04.12. Internationaler Gepardentag
05.12. Weltbodentag
07.12. Rettet-die-Haie-Tag
10.12. Tag der Tierrechte
11.12. Tag der Berge
14.12. Tag der Affen

positive Meldung

Kampf gegen Malaria droht zu kippen

Geldmangel, Klimawandel und Kriege führten zu mehr Krankheitsfällen

    • Felix Sassmannshausen
    • 04.12.2025, 11:26 Uhr

Quelle: nd/DER TAG

Malariaimpfungen senkten nach Angaben der WHO die Kindersterblichkeit.

Dank internationaler Kooperation und medizinischer Innovationen rettete der Kampf gegen Malaria bis zu 14 Millionen Menschenleben seit der Jahrtausendwende. Doch die Fortschritte drohen zu kippen. Der aktuelle Malaria-Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeichnet für 2024 ein düsteres Bild: 282 Millionen Menschen erkrankten an den durch Anopheles-Mücken übertragenen Parasiten – neun Millionen mehr als im Vorjahr. 610 000 Menschen starben. 95 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in der WHO-Afrika-Region, die meisten davon bei Kindern unter fünf Jahren in Subsahara-Afrika.

»Es sterben immer noch zu viele Menschen an einer Krankheit, die vermeidbar und heilbar ist«, mahnte Daniel Ngamije, Direktor des WHO-Malariaprogramms, bei der Vorstellung des Berichts in Genf. Die größte Bedrohung seien derzeit sich ausbreitende Resistenzen gegen Artemisinin. Der Wirkstoff bildet den mit Abstand wichtigsten Bestandteil moderner Malaria-Medikamente.

Ein Zusammenspiel sozioökonomischer, gesundheitspolitischer und biologischer Faktoren begünstigt die dramatische Entwicklung: Mangelnde Infrastruktur, teils minderwertige Generika und falsche Verschreibungspraktiken sorgen dafür, dass die Parasiten die Behandlung überleben. Die Medikamente verlieren durch Mutationen an Wirkungskraft.

Gleichzeitig verstärkt die Klimakrise durch starke Regenfälle Mückenplagen in Regionen wie Madagaskar. Bürgerkriege im Sudan oder Jemen untergraben die Gesundheitsversorgung und treiben Millionen Menschen in die Flucht. Sie sind meist schutzlos den Stichen der Anopheles-Mücke ausgeliefert.

Neue Medikamente und Impfstoffe

Doch es gibt auch Lichtblicke. Mit Ganaplacid-Lumefantrin (KLU156) entwickelte der Pharmakonzern Novartis gemeinsam mit der öffentlich-privaten Partnerschaft Medicines for Malaria Venture (MMV) ein neues Medikament, das eine Wende bringen könnte. Es ist der erste Wirkstoff seit 25 Jahren, der nicht auf Artemisinin basiert. Klinische Tests zeigen: Es wirkt nicht nur so gut wie der aktuelle Standard, sondern hat auch »das Potenzial, arzneimittelresistente Parasiten abzutöten und zudem die weitere Übertragung zu verhindern«, erklärte Martin Fitchett, Geschäftsführer von MMV. Bis zur Auslieferung steht jedoch noch die Zulassung an. Man rechne damit in den nächsten 18 Monaten, erklärte ein Novartis-Sprecher auf nd-Anfrage. Die meisten Medikamente sollen dann zum Selbstkostenpreis erhältlich sein.

Positiv wirkt auch, dass nach aktuellem Stand 24 Länder Malaria-Impfstoffe (RTS,S und R21) in ihre Präventionsprogramme aufnahmen. Laut WHO senken diese die Kindersterblichkeit um 13 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2,1 Millionen Kinder geimpft. Derzeit entwickeln Forscher*innen neue Impfstoffe, die noch effektiver und leichter zu verabreichen sind.

Fatale Kürzung von Hilfsgeldern

Allerdings ziehen sich ausgerechnet jetzt die wichtigsten Geldgeber zurück. Die USA, Großbritannien und auch Deutschland kürzten ihre Mittel für die globale Gesundheitshilfe teils drastisch. Im Jahr 2024 standen weltweit nur 3,9 Milliarden US-Dollar zur Verfügung – weniger als die Hälfte der benötigten 9,3 Milliarden.

Für den Finanzierungszeitraum 2026 bis 2028 will Deutschland nur noch eine Milliarde Euro für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) zur Verfügung stellen. Im vorherigen Zeitraum waren es noch 1,3 Milliarden Euro, wie eine Berechnung des Berliner Thinktanks Centre for Planetary Health Policy zeigt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betont auf nd-Anfrage, dass die deutsche Entwicklungspolitik trotz »schmerzhafter Einsparungen« verlässlich bleibt. Das Ministerium verweist darauf, dass die Bundesrepublik weiterhin einer der größten Geber für den GFATM und die internationale Impfallianz Gavi bleibt.

Die Konsequenzen der Kürzungen sind fatal: Personal wird abgebaut und Überwachungssysteme werden bereits jetzt heruntergefahren, erklärte Arnaud Le Menach, leitender Autor des WHO-Berichts auf nd-Nachfrage. Ein gefährlicher Blindflug, den drohende Engpässe bei Medikamenten und Tests in den Kliniken noch verschärfen. »Bei sinkenden Finanzmitteln steigt das Risiko, dass Malaria wieder aufflammt«, sagte Le Menach.

Regierungen sind darum aufgefordert, nationale Finanzierungen aufzustocken. »Es ist Zeit, dass die Länder ihre Maßnahmen zur Malariabekämpfung vorantreiben, indem sie politischen Willen in Ressourcen und Maßnahmen umsetzen«, forderte WHO-Malariaexperte Ngamije. Angesichts der öffentlichen Schuldenkrise in vielen ärmeren Ländern sind die Spielräume dafür aber extrem gering.

Quelle: https://www.nd-aktuell.de/suche and=Kampf+gegen+Malaria+droht&search=Suchen&csrf_token=cdb1c23ce32f9bde73cf976db163a590a21654828af4cb4a6fd537e9a563aa0c&modus=0&display=1&sort=1

Wirbelsturm und Waldzerstörung – die doppelte Katastrophe

Wirbelsturm und Waldzerstörung – die doppelte Katastrophe

Quelle: https://www.regenwald.org/news/14738/wirbelsturm-und-waldzerstoerung-die-doppelte-katastrophe

04.12.2025 Der Zyklon Senyar am 25. November ist eine ökologische Katastrophe für die Menschen auf Sumatra. Massive Entwaldung fürs Wirtschaftswachstum verschärft die Folgen. Auch Projekte von Rettet den Regenwald sind betroffen.


Zyklon Senyar trifft am 25. November 2025 auf Sumatra

Mehr als 800 Menschenleben hat der Zyklon Senyar allein auf der indonesischen Insel Sumatra gefordert. Hunderte Personen werden noch vermisst, Tausende haben alles verloren und mussten sich in Sicherheit bringen. Tiere kämpfen ums Überleben. Zahlreiche Dörfer sind in Schlammfluten versunken, Erdrutsche haben Häuser und Felder begraben. Besonders betroffen sind die drei Provinzen Aceh, Nord- und West-Sumatra.

Zyklone  wie Senyar bilden sich äußerst selten in der Nähe des Äquators. Sie könnten aber mit der zunehmenden Erwärmung der Meere in Zukunft häufiger und heftiger werden, sagen Wissenschaftler voraus. Selbst Indonesiens Präsident Subianto Prabowo sagte: „Klimawandel ist Realität.“

Batang-Toru-Ökosystem in Gefahr

Das Batang-Toru-Ökosystem leidet am stärksten unter den Folgen des Zyklons. Nach tagelangen heftigen Regenfällen stiegen die Flüsse an. Unsere Partner berichten, dass der Batang-Toru-Fluss Hunderte, vielleicht Tausende Baumstämme mit sich gerissen hat. Gefällte Bäume, die im Quellgebiet am Oberlauf auf den Abtransport warteten. Ein Hinweis darauf, dass aktuell für einen Staudamm und ein Wasserkraftwerk im Wald der Tapanuli-Orang-Utans abgeholzt wird.

 „Starker Regen und Überschwemmungen reißen Baumstämme mit sich, Satellitenbilder zeigen abgeholzte Wälder“, sagt Rianda Purba, Direktor von WALHI Nord-Sumatra.

13 Kilometer entlang des Batang-Toru-Flusses sind inzwischen etwa 350 Hektar für Staudamm und Wasserkraftwerk zerstört worden. Rianda Purba nennt in seiner Analyse weitere Großprojekte im und am Batang-Toru-Ökosystem, in dem die Tapanuli-Orang-Utans, Tapire, Sumatra-Tiger und andere unter Schutz stehende Tierarten leben. Darunter sind die Martabe-Goldmine von PT Agincourt Resources und die Eukalyptus-Plantagen für die Zellstofffabrik von Toba-Pulp-Lestari.

„Wir sind tiefst erschüttert. Viele Gebiete sind aufgrund unterbrochener Straßenverbindungen und fehlender Telefonnetze nicht erreichbar. Wir versuchen, die isolierten Gemeinschaften zu erreichen und mit Hilfsgütern zu versorgen. Dorfvorsteher berichten, dass es wegen der Erdrutsche kein Trinkwasser gibt“, schreiben unsere Partner WALHI Nord-Sumatra und AMAN Tano Batak .

Sie haben Hilfsaktionen auf die Beine gestellt und bringen, soweit möglich, Kleidung, Essen und andere notwendige Artikel in viele der 54 betroffenen Gemeinden. Der Schock über die Katastrophe ist bitter, denn seit Jahrzehnten kennen sie das Leid der Menschen Nord-Sumatras wegen Entwaldung, Landraub und Gewalt.

Ökologische Schäden durch falsche Wald-
politik

„Dies ist keine Naturkatastrophe. Wir erleben eine ökologische Katastrophe, verschärft durch die Umweltzerstörung für das Wirtschaftswachstum“, sagt Rianda Purba. Es sei irreführend, den Finger allein auf Unwetter und Klimawandel zu legen.

Sowohl das Umwelt- als auch das Forstministerium leugnen den Zusammenhang der Auswirkungen des Zyklons mit der Entwaldung. Präsident Prabowo dagegen sagte, die Entwaldung müsse gestoppt werden. Ist Prabowos Äußerung nur populistisch, wie indonesische Umweltgruppen befürchten? Er könne ja die geplante Freigabe von 20 Millionen Hektar Wald für weitere Großprojekte noch aufhalten.

Projekte von Rettet den Regenwald

Rettet den Regenwald unterstützt auf Sumatra Projekte lokaler Partner im Leuser-Ökosystem, am Toba-See und im Batang-Toru-Wald, in dem die Tapanuli-Orang-Utan leben.

Die kleine Indigenengruppe Tiger von Pining, die sehr erfolgreich durch illegalen Holzeinschlag entstandene Lücken im Gayo-Hochland des Leuser-Ökosystems schließt, meldet einen Erdrutsch auf ihre Baumschule. Einer der Indigenen ist dort noch unerreichbar eingeschlossen. Das Dörfchen Pining versinkt in dickem Schlamm, die Nahrung ist vernichtet und die Kinder haben Hunger, berichtet Usman Ali von den Tigern von Pining.

Das Büro von Aceh Wetland Forum ist komplett zerstört, die gesamte Ausstattung ist dahin. „Wir haben keinen Computer mehr, keine Kamera, keine Stühle, keinen Ventilator, keine Bücher“, berichtet Yusmadi Yusuf. Die Arbeit mit indigenen Gemeinschaften zum Schutz der Mangroven, Torfmoore und Sümpfe ist ins Stocken geraten, die Wege sind unpassierbar, die Infrastruktur verwüstet.

Regenwald von Sumatra

Sumatra hat im Laufe der letzten dreißig Jahre seine Tieflandregenwälder verloren – für Ölpalm- und Eukalyptusplantagen, für Minen und und Agrarindustrie. Nur im Leuser-Ökosystem (in den Provinzen Aceh und Nord-Sumatra) und im Barisan-Gebirge entlang der Westküste ist noch Wald erhalten. Beide Waldregionen sind essentiell für die Biodiversität. Hier leben Tiger, Orang-Utans und auch Elefanten und Nashörner. Die Wälder garantieren die Versorgung mit Wasser, sie schützen vor Erosion, Dürre, Überflutungen und Erdrutschen.

Dramatisch ist auch der Verlust der Feuchtgebiete. Von den Torfmooren Tripa, Singkil und Kluet an der Westküste des Leuser-Ökosystems ist nur noch wenig erhalten. Die einstmals ausgedehnten Mangrovenwälder an der Ostküste sind zu Ölpalmplantagen und Fischteichen geworden.

Quelle: https://www.regenwald.org/news/14738/wirbelsturm-und-waldzerstoerung-die-doppelte-katastrophe

Weltklimakonferenz in Belém COP30 endet ohne Ausstiegsplan für fossile Energien

Weltklimakonferenz in Belém COP30 endet ohne Ausstiegsplan für fossile Energien

Quelle: tagesschau.de

Stand: 22.11.2025 19:54 Uhr

Zum Abschluss der 30. Weltklimakonferenz haben sich die Delegierten nur auf einen Minimalkompromiss verständigen können. Die Abschlusserklärung enthält keinen verpflichteten Fahrplan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas.

Trotz mehr als 19-stündiger Verlängerung hat sich die Weltklimakonferenz in Brasilien nicht darauf einigen können, einen verbindlichen Plan für die Abkehr von den fossilen Energieträgern Öl, Kohle und Gas zu erarbeiten. Die etwa 200 Länder vereinbarten in Belém lediglich eine freiwillige Initiative, um die Klimaschutz-Anstrengungen der Staaten zu beschleunigen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider äußerte sich „ein bisschen enttäuscht“ und sagte, die Ölstaaten hätten mit einer Blockade ehrgeizigere Beschlüsse verhindert. Im Abschlussdokument ist nicht die Rede von fossilen Energieträgern, auch Öl, Kohle und Gas werden nicht explizit genannt – außer im Begriff „Treibhausgase“.

Mehr Klimahilfen erreicht

Beschlossen wurde zudem, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an ärmere Länder zur Anpassung an die Folgen der Erderhitzung deutlich erhöhen. Konkret ist von einer Verdreifachung bis 2035 die Rede.

Finanzexperte Jan Kowalzig von Oxfam kritisierte, dass „kein Basisjahr für die Verdreifachung und kein konkreter Betrag“ genannt wird. Der Betrag dürfte deutlich unter den von den Entwicklungsländern geforderten jährlich 120 Milliarden US-Dollar liegen.

Breites Bündnis wollte Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas

Die Abschlusserklärung hatte sich verzögert, weil ein breites Bündnis aus rund 80 Staaten, darunter Deutschland und die EU, einen Plan für einen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gefordert hatte. Die Länder konnten sich aber nicht gegen Ölstaaten wie Saudi-Arabien durchsetzen. Auch China wollte nicht mitziehen. Beschlüsse der UN-Klimakonferenz müssen jedoch im Konsens gefasst werden.

Schon bei der Klimakonferenz vor zwei Jahren in Dubai hatte die Weltgemeinschaft eine Abkehr von diesen fossilen Brennstoffen beschlossen – wann und wie dies geschehen soll, wurde nun anders als erhofft in Belém nicht präzisiert. Brasilien will nun einen Fahrplan für einen Ausstieg auf freiwilliger Basis anstoßen. „Wir wissen, dass manche unter ihnen größere Ambitionen hatten“, sagte der COP30-Präsident André Corrêa do Lago bei der abschließenden Plenumssitzung in Belém.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/weltklimakonferenz-minimalkompromiss-100.html

Weltweit mehr als 8,3 Millionen Hektar Wald zerstört

Weltweit mehr als 8,3 Millionen Hektar Wald zerstört

Stand: 14.10.2025 10:35 Uhr

Weltweit schreitet die Zerstörung von Wäldern voran – und das, obwohl sich mehr als 140 Staaten das Ziel gesetzt hatten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Anlass zur Hoffnung gibt es nur vereinzelt.

Im vergangenen Jahr sind weltweit 8,3 Millionen Hektar Wald zerstört worden – eine Fläche so groß wie Niedersachsen und Baden-Württemberg zusammen. Die Fläche, die dauerhaft verloren ging, vergrößerte sich im Vergleich zu 2022 um 1,7 Millionen Hektar, wie der aktuelle von Forschungsorganisationen und Verbänden veröffentlichte Waldzustandsbericht zeigt. 2022 waren demnach 6,6 Millionen Hektar Wälder verloren gegangen.

Dabei hatten sich unter anderem mehr als 140 Länder auf der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow verpflichtet, die globale Waldzerstörung bis 2030 zu stoppen. 350 Millionen Hektar geschädigter Landschaften und Wälder sollen bis dahin eigentlich wieder hergestellt werden. Die Studienautorinnen und -autoren beklagen, dass die Bemühungen zum Schutz der Wälder keine Chance hätten, solange schnelle Profite aus der Waldzerstörung belohnt würden.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wissen/wald-zerstoerung-zunahme-100.html

Waldumbau: Abschied von der Fichte

Waldumbau: Abschied von der Fichte

Der lange Weg zum Dauerwald: Wie der Forst im Erzgebirge robuster und vielfältiger ge-staltet wird

    • Hendrik Lasch 
    • 14.10.2025

Pflanzen, planzen, pflanzen: Rund fünf Millionen Weißtannen wurden im Forstbezirk seit 1990 gesetzt

Die Hoffnungsträgerin wird mit einem energischen Fußtritt auf den Weg geschickt. Beherzt sticht ein Waldarbeiter ein lanzettförmiges Werkzeug in die Erde. Er hebt ein schmales, konisches Stück Waldboden aus und platziert einen Setzling in dem Loch: eine kleine Weißtanne. Mit dem Absatz tritt er den Boden um das kaum fingerstarke Stämmchen fest – fertig. Es ist ein mühseliges Geschäft: Der Untergrund ist hart und steinig. An diesem Tag wird er trotzdem noch weitere 300 Weißtannen pflanzen. Pro Hektar werden 2500 Stück gesetzt. In den vergangenen 35 Jahren haben sie im Forstbezirk Eibenstock 2000 Hektar mit der Baumart bestückt – macht in Summe rund fünf Millionen Weißtannen.

Es gab Zeiten, da war der Baum im Erzgebirge allgegenwärtig. Im 16. Jahrhundert habe der sächsische Gebirgswald zu fast einem Drittel aus Weißtannen bestanden, sagt Johannes Riedel, der Leiter des Forstbezirks. Und es gab Zeiten, da war er fast verschwunden: »In ganz Sachsen hat man noch 2000 Stück gezählt.« Auch andere einst allgegenwärtige Baumarten waren praktisch nicht mehr vorhanden, Rotbuchen etwa oder Eichen. An den Hängen des Erzgebirges dominierte die Fichte: ein schnell wachsender Baum, dessen Holz vielseitig verwendet werden kann, der sehr robust ist und »jeden Fehler verzeiht«, wie Riedel formuliert – außer vielleicht den, in flächendeckender Monokultur angebaut zu werden.

Die fehlende Vielfalt im sächsischen Wald hat Gründe, die teils lange zurückreichen. Riedel hat ein Bild mitgebracht: die Reproduktion eines Details vom 1521 geweihten Bergaltar der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz. Das dem Maler Hans Hesse zugeschriebene Werk zeigt die Region auf dem Höhepunkt des »Berggeschreys«. Reiche Silberfunde und reger Bergbau brachten den Landesherren enormen Wohlstand und veränderten die Landschaft grundlegend. »Man konnte auf einmal von einem Berg zum anderen sehen«, sagt Riedel: »Der Wald war verschwunden.« Zahllose Bergwerksstollen mussten mit Holzbalken gesichert und Häuser in den neu entstehenden Städten gebaut werden; aus Buchenholz wurde Holzkohle zur Verhüttung des Erzes hergestellt. »Die Reste der Meiler finden wir heute noch im Boden«, sagt Riedel.

Die Folgen waren dramatisch. Als Kurfürst Friedrich August III. um 1800 den Forstfachmann Heinrich Cotta mit einer Waldinventur beauftragte, kam dieser zu einem ernüchternden Ergebnis: Es gab kaum noch Holz. In seinem Werk »Anweisung zum Waldbau« von 1817 entwickelte Cotta Strategien dagegen. Ein Rezept, das Riedel anführt: Zunächst werden Nadelbäume gesetzt, unter deren Dach in einem zweiten Schritt dann nach etlichen Jahrzehnten Laubbäume ergänzt werden. Das Ergebnis wäre ein Wald, in dem viele Baumarten unterschiedlichen Alters bunt gemischt nebeneinander wachsen – und der so gegen Schädlinge, Krankheiten und Widrigkeiten anderer Art gewappnet wäre. »Artenreiche Wälder sind stabiler«, sagt Riedel, »das Risiko von Totalausfällen ist viel geringer.«

Was in der Theorie sinnvoll klang, scheiterte in der Praxis immer wieder. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden riesige Flächen kahl geschlagen, weil Reparationen auch mit Holz beglichen wurden. Verbreitete bittere Armut führte zudem dazu, dass Gebirgsbewohner auch die verbliebenen Stubben rodeten und als Feuerholz verwendeten: »Es verschwand sämtliche Biomasse.« Wieder wurden Nadelbäume aufgeforstet – die wenige Jahrzehnte später nach dem nächsten Krieg erneut flächendeckend abgeholzt und wiederum durch Fichten und Kiefern ersetzt wurden.

Diese fielen dann, ebenso wie die dafür besonders anfälligen verbliebenen Weißtannen, in den 70er und 80er Jahren dem sauren Regen zum Opfer. Die gigantischen Brachflächen wurden erneut mit Fichten bestückt, über die seit dem Dürresommer 2018 schließlich der Borkenkäfer herfiel. Er verwandelte in weiten Teilen des Freistaats grünen Tann in Friedhöfe voller toter Stämme ohne Nadeln und Rinde, die gefällt wurden und riesige kahle Flächen zurückließen.

Auch dort, wo der Wald noch steht, geht es ihm nicht gut. 34 Prozent der Waldbäume in Sachsen weisen laut dem jüngsten Waldzustandsbericht für den Freistaat »deutliche Schädigungen« auf. Nur jeder fünfte ist wirklich gesund. Das ist in ökologischer Hinsicht verheerend. Schließlich sind Wälder wichtige Speicher für Kohlendioxid und Wasser. Es ist wirtschaftlich katastrophal, weil Holz ein wichtiger Roh- und Baustoff ist, der dem Wald idealerweise kontinuierlich in verträglichen Mengen entnommen werden sollte.

Und schließlich wirken sich Landschaften voller toter Bäume auch nachteilig auf das Seelenleben einer Nation aus, die wie kaum eine andere die Sehnsucht nach dem Wald kultiviert. Jahrzehntelang intonierten deutsche Männerchöre die Mendelssohn-Vertonung eines Gedichts von Joseph von Eichendorff: »Wer hat dich, du schöner Wald, aufgebaut so hoch da droben …« Seit 2018 aber hätten der Text variiert werden müssen: »Wer hat dich, du toter Wald, abgeholzt …«

Rund um Eibenstock wirkt der Wald noch intakt. »Überall ist es grün«, sagt Riedes, dessen Forstbezirk mit 26 000 Hektar Baumbestand zu den am dichtesten bewaldeten in Sachsen gehört. Oberflächlich betrachtet, dominiert noch immer die Fichte. Vom Borkenkäfer verursachte Kahlflächen gibt es nicht. Das sei »Käferscouts« zu danken, die man ständig im Wald habe patrouillieren lassen, um befallene Bäume möglichst früh zu erkennen und umgehend zu entfernen, sagt Riedel: Mit enormem Aufwand habe man dafür gesorgt, »dass der Käfer keine Chance hat.«

Revierförster Thomas Poschen setzt beim Waldumbau auf Weißtannen.

Gegen andere Widrigkeiten aber lässt sich die Fichte schlechter schützen – etwa gegen den Klimawandel. Der flach wurzelnde Baum braucht jährliche Regenmengen von 800 Litern je Quadratmeter und eine Durchschnittstemperatur von maximal acht Grad. Doch auch im Erzgebirge wird es immer trockener. Seit 2018 hat sich ein Wasserdefizit in Höhe eines kompletten Jahresniederschlags aufgebaut. Schnee, der für die Neubildung von Grundwasser essenziell ist, habe es in vielen Lagen »schon jahrelang nicht mehr ernsthaft gegeben«, sagt Riedel. Auch die Temperaturen steigen immer weiter an: »Seit 20 Jahren ist fast jeder Sommer wärmer.« Das sind keine guten Aussichten für den Baum, der den Forstleuten jahrzehntelang ein gutes Auskommen sicherte und das Bild des Waldes über Generationen hinweg prägte. »Die Fichte«, prognostiziert Riedel, »wird sich in höhere Lagen zurückziehen und mittelfristig verschwinden.«

Der Forstmann ist freilich überzeugt, dass es für den Erzgebirgswald auch ein Leben nach der Fichte gibt. Das Rezept dafür lautet: zurück zu den Wurzeln, zu einer Waldgesellschaft nämlich, wie es sie in Teilen schon vor 500 Jahren gab. Unter dem Dach eines Waldes, der noch immer zu 86 Prozent aus Fichten besteht, aber in den vergangenen Jahrzehnten durch Einschlag immer mehr gelichtet wurde, wächst auf einer zweiten, darunter liegenden Etage bereits ein Wald heran, der von deutlich mehr Vielfalt geprägt ist: mit Rotbuchen, Weißtannen und zahlreichen anderen Baumarten.

Es gebe im Wald um Eibenstock mittlerweile keine Stelle, an der man »nicht mindestens zehn Baumarten im Blickfeld hat«, sagt Ulrich Escher, Leiter des Staatsforstbetriebs im Forstbezirk Eibenstock. Insgesamt siedle man in den Wäldern der Region 26 Baumarten an – mehr, als die meisten Besucher der Gegend wohl aus dem Stegreif aufzählen könnten. Durch die neue Vielfalt, so die Hoffnung der Forstleute, ist der Wald in einigen Jahrzehnten auch gegen Einflüsse und Entwicklungen gefeit, die sich heute nur erahnen lassen. »Wir brauchen so viele Arten wie möglich«, sagt Riedel: »Irgendeine kommt schon durch.«

Beim großen Waldumbau lassen sich die Forstleute teilweise von der Natur helfen. Auf einer Fläche oberhalb der Talsperre Eibenstock hat 2007 der Orkan Kyrill gewütet. Inzwischen stehen dort übermannshohe Ebereschen, Weiden und Birken. Deren Samen hat der Wind angeweht. Auch bei der Ansiedlung von Eichen, die Wärme besser vertragen als Fichten und künftig auch in früher unerreichten Höhenlagen von bis zu 800 Metern gedeihen dürften, lasse man sich unter die Arme greifen, sagt Thomas Poschen, Leiter des Reviers Hundhübel. Man sammle Eicheln, die auf einer in den 1980er Jahren angelegten Versuchsfläche reifen, und platziere diese in offenen Holzkästen. Daran bedienen sich Eichelhäher, die die Früchte dann im Wald verteilen. »Wir arbeiten mit der Natur und nicht gegen sie«, sagt Poschen.

Dennoch kostet der Umbau unendlich viel Mühe und verschlingt nicht unerhebliche Mittel. Neben den Weißtannen werden auch Buchen gepflanzt, deren Samen weder von Vögeln noch vom Wind weit weggetragen werden und die deshalb eine sehr geringe natürliche Ausbreitungsgeschwindigkeit haben. Zeitweise wurden eine Million Setzlinge im Jahr in die Erde gebracht.

An anderen Stellen werden die Buchen angesät, wofür der Boden mühsam aufgekratzt werden muss. Auf diese Weise »keimen Bäume dort, wo sie sich am wohlsten fühlen«, sagt Ulrich Escher: »So entstehen wesentlich robustere Pflanzen.« Eine nicht zu unterschätzende Tätigkeit ist die Jagd. Eibenstock war in der DDR ein Staatsjagdgebiet. Die Population an Rothirschen wurde künstlich derart aufgebläht, dass es flächendeckend zu enormen Schäden durch Verbiss kam. Seit 1990 werden die Wildbestände konsequent reguliert – mit wohltuenden Folgen für den Wald: Weißtannen und Buchen haben auch ohne teure Zäune gute Chancen, groß zu werden.

Vielleicht, sagt Johannes Riedel, wird seine Arbeit irgendwann überflüssig. Er und seine Kollegen hätten sich im Forstbezirk Eibenstock auf den »Weg zum Dauerwald« gemacht: einem Bergmischwald nach historischem Vorbild, in dem viele verschiedene Bäume unterschiedlichsten Alters stehen und sich von allein vermehren. Die Eingriffe der Forstleute würden sich dann auf die Bejagung und die »natürliche Verjüngung«, sprich: das Fällen von Bäumen beschränken.

Riedel selbst weiß freilich, dass er das nicht mehr erleben wird: »Das dauert noch 150 Jahre.« Also ungefähr so lange, wie die an diesem Tag mit ein paar Fußtritten auf den Weg gebrachte kleine Weißtanne benötigen wird, bis sie zu einem stolzen Baum mit einem halben Meter Stammdurchmesser herangewachsen und damit »erntereif« sein wird.

Quelle:
ND DER TAG, 14.10.2025
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194691.naturschutz-waldumbau-abschied-von-der-fichte.html?sstr=Abschied%20von%20der%20Fichte