TERMINE IM ÜBERBLICK

Alle Klima­wandel- und Natur-Exkur­sionen

Klimawandel- und Natur-Exkursion
Im Meeresmuseum zu Gast – Bildungsaufenthalt in Stralsund
26.08.2026
Stralsund

KODAK Digital Still CameraIm Meeresmuseum zu Gast – Bildungsaufenthalt in Stralsund

zur Qualifierung des Seminarthemas „Unsere Weltmeere – extrem, klimarelevant, gefährdet“ besuchte ich das Deutsche Meeres-museum in Stralsund. Insbesondere interessierten mich wissenschaftlich fundierte Aussagen zu den Folgen klimatischer Veränderungen auf die Ozeane und damit auf das Leben unseres Planeten sowie die Folgen anthropogenen Wirkens auf marines Leben.

Im Ozeaneum war ich Gast der Ausstellung „Riesen der Meere“, in welcher auf vom Menschen verursachte Gefahren verwiesen wird.
Unterwasserlärm durch z. B. Schiffsmotoren und Bohrungen führen bei Walen zu Hörverlusten bis zur Gehörlosigkeit. Damit
verbunden sind Einschränkungen der Orientierung,  der erfolgreichen Nahrungssuche und der Kommunikation untereinander.

Die Ausstellungen im Meeres(kunde)museum veranschaulichen die Entstehung des Lebens im Meer, die Vielfalt mariner Lebensräume und die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ozean. Detailreiche Präparate und beeindruckende Modelle von Haien, Delfinen, Walen und einer großen Zahl diveres mariner Wesen führen Gäste in die vielfältigen Lebensräume der Meere.


Makrelenschwarm mit                         Kompassquallen                                   Korallendreieck in Südostasien –
Atlantischem Adlerrochen u.a.                                                                            Nachbildung

Ein Highlight für die von mir angestrebten Informationen bietet der „Digitale Globus“ mit einer faszinierenden Reise unter die
Wasseroberfläche unseres Planeten. Der Globus veranschaulicht die Dynamik der Erde, die Kraft der Ozeane und den Einfluss des Menschen.

Unser Planet Erde weist ein Alter von 4,6 Mrd. Jahren auf. [Verkürzen wir zum besseren Verständnis diese Zeitspanne auf 46 Jahre. … Seit vier Stunden erst gibt es den modernen Menschen. Vor sechzig Minuten hat er den Ackerbau erlernt, und vor einer Minute be-gann die industrielle Revolution. In diesen letzten sechzig Sekunden hat der Mensch Gaia in eine Müllhalde verwandelt, Tausende von Pflanzen- und Tierarten ausgerottet, Hunderte von Millionen seiner eigenen Spezies umgebracht, die Rohstoffreserven des Planeten geplündert, Boden, Luft und Wasser vergiftet und künftige Generationen mit strahlendem Abfall belastet. In den nächsten Sekunden werden wir alle mitentscheiden, ob wir es zulassen, unser Leben auf Gaia überhaupt unmöglich zu machen, oder ein Bewusstsein entwickeln, das uns eine zukünftige Existenz mit Gaia erlaubt. aus: Eine kurze Geschichte von Gaia]

Im ersten Teil der multimedialen Reise erfährt der Zuschauer, wie Vulkane und Tsunamis entstehen, wo die tiefsten Regionen in unseren Ozeanen liegen. In den Tiefen der Meere liegen gewaltige Gebirgsketten, aktive Unterwasservulkane sowie tiefe Gräben und weite Ebenen. Diese Landschaftsformationen sind Zeitzeugen der Erdgeschichte und sie befinden sich weiterhin im Wandel.

Der natürliche Treibhauseffekt stellt eine entscheidende Voraussetzung für das Leben auf der Erde dar. Die Klimazonen der
Erde stellen Bereiche der Biosphäre dar, die durch bestimmte Klimatypen gekennzeichnet sind.

Den Ozeanen kommt die entscheidende Rolle bei der Entstehung des Weltklimas zu.

Die Drehung der Erde und mächtige Gebirgsketten erzeugen globale Windsysteme. Über den Ozeanen entstehen:

  • Wellen und Strömungen
  • komplexe Zirkulationsmuster
  • Transport von Wärme, Nährstoffen und Sauerstoff

Was an der Oberfläche sichtbar ist, ist nur ein kleiner Teil eines gigantischen Systems: der globalen Ozeanzirkulation.
Der sogenannte thermohaline Strom wird vor allem in Regionen bei Grönland und der Antarktis angetrieben.

Ein Tropfen Meerwasser benötigt bis zu 1 000 Jahre, um diesen Kreislauf zu durchlaufen.

Doch das System gerät aus dem Gleichgewicht durch:

  • Erwärmung der Ozeane
  • Versauerung des Meerwassers
  • Anstieg des Meeresspiegels
  • Verschmitzung der Weltmeere

Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind längst auch im Meer spürbar.

Die auf der Erde jährlich produzierte Plastik entspricht einem Gewicht von 2,5 Millionen Blauwalen. Ein Großteil dieser landet in der Umwelt und sammelt sich in den Werltmeeren. Dort bleibt sie in Form von Mikroplastik hunderte Jahre erhallten, wird von den Lebe-wesen der Ozeane aufgenommen und teilweise zum qualvollen Verenden. Auch auf den Tellern derer, die sich von „Meeresfrüchten“ und Fisch ernähren, landen diese Teilchen und sind Bestandteil der Nahrungskette.

(Quelle: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/digitaler-globus-im-meeresmuseum-unterwasserreise-um-die-welt
und Mitschrift)

Klimawandel- und Natur-Exkursion
Bodendürre und Niedrigwasser im Elbraum Dresdens / Exkursion am 18.08.2026
14.08.2026
Dresden - Elbraum

Bodendürre und Niedrigwasser im Elbraum Dresdens


Elbepegel an der Augustusbrücke – Pegelstand am 14.08.2026 früh: 43 cm!


Niedrigwasser der Elbe: sichtbar am teilweise freigelegten Flußbett und an Inselbildung


Durch Bodendürre vertrocknete und limitierte Ufer- und ufernahe Veggetation.


Dürrestress an Gehölzen von Parkanlagen im Einzugsbereich der Elbe.

teilweise abgestorbene bzw. unter Dürrestress leidende Ufergehölze


Die Elbwiesen am Limit.


Die Weiße Flotte bleibt wegen des niedrigen Wasserstandes der Elbe vorerst im Hafen. Normalerweise hat die Elbe im Schnitt am Pegel Dresden einen Wert von 1,60 Meter.


Sind sich die Dresdner:innen und ihre Gäste beim Stadtfest in Dresden der Tragik an Intensität und Häufigkeit zunehmender Hitze- und Dürreperioden bewußt?

Klimawandel- und Natur-Exkursion
Sturmschäden im Nationalpark Sächsische Schweiz – Aufräumarbeiten haben begonnen
06.08.2026
Rathen, NP Sächsische Schweiz

Sturmschäden im Nationalpark Sächsische Schweiz – Aufräumarbeiten haben begonnen

Am 31. Juli 2026 führte ein schwerer Sturm in und um den Kurort Rathen zu erheblichen Schäden an der Natur im Großraum Rathen sowie an der Infrastruktur. Hanspeter Mayer, SBS, spricht von 300 LKW mit Anhängern voll Schadholz, die seit dem 01.08. voraussicht-lichbis Ende August Schadholz abtransportieren. Darunter befinden sich einst gesunde, nicht von Borkenkäfern befallene Fichten. Leider kam es bei diesem Extremereignis lt. MDR Sachsenspiegel zu besonders tragischen Ereignissen: ein Mensch kam ums Leben und 13 weitere wurden teils schwer verletzt.

Die Fotos zeigen Schäden vom Randbeich sichtbare Zerstörungen an der Natur des Nationalparks.

 

Klimawandel- und Natur-Exkursion
Der Große Garten Dresden im Klimawandel – Exkursion im Mai 2026
25.05.2026
Dresden - Großer Garten

Wertvolle Altbäume historischer Gärten und Parks leiden besonders unter den Folgen von Hitze und Dürre, die sich seit 2018 besonders massiv in diesen ursprünglich faszinierenden Anlagen zeigen. Während 2017 36 Bäume im Großen Garten Dresden abgestarben, wurden 2025 425 tote Bäume gezählt! Diese Entwicklung ist beängstigend und insbesondere der Dürre und Hitze der Jahre 2018, 2019 und 2020  sowie der Folgejahre seit 2022 geschuldet. Wissenschaft und Forschung prognostizieren Hitze- und Dürreperioden weiter zunehmender Intensität und Häufigkeit.

Um die Ausfälle zu kompensieren müssten im Großen Gaten Dresden jährlich 1.000 Nachpflanzungen realisiert werden. Während der Dürrephasen im Frühjahr und Frühsommer wären/(sind)! regelmäßige Wasserschübe durch die Feuerwehr der sächsischen Landeshauptstadt unerlässlich. Die Zukunft auch „meines“ historischen Gartens Dresden ist dennoch ungewiss.

In durch Fällungen entstandene Baumlücken wandern Spitzahorne ein, die als ausgewachsene Bäume gleichfalls unter Pilzerkrankungen (Russrindenkrankheit) als Folgen des Klimawandels massiv leiden. Flugfähige Samen des Spitz- und Bergahorns führen in Parkanlagen und Forsten an feuchten und nährstoffreichen Standorten zu einer Massenvermehrung dieser Baumarten (Verahornung).

Die folgenden Fotographien dokumentieren die seit 2019 massiven Schäden an Stieleichen, an Rotbuchen, an Winterlinden, an ausgewachsenen Spitzahornen. Sie zeigen die oben erwähnte Verahornung und verweisen auf den enormen Nutzungsdruck dieser größten Parkanlage in der sächsischen Landeshauptstadt. Ein hoher Grad der Vermüllung, insbesondere an Wochenenden, führt dazu, dass die zuständigen Gärtner:innen Anfang der Woche vor allem mit der Beseitigung von Unrat beschäftigt sind und ihren eigentlichen Aufgaben am Wochenbeginn nicht umfänglich nachkommen können.

 

   
Stieleichen im Klimastress leiden unter Kronenverlichtung und Vitalitätsverlust.


Auch Roteichen leiden unter Kronenverlichtung.

 
Rotbuchen im Klimastress!!! Die Altbestände dieser fastzinierende Bäume sind dem
Klimawandel zum Opfer gefallen.

 
Klimastress an Winterlinden                                                Neupflazung

 
Verahornung, bedingt durch das feuchte und nährstoffreiche Milleu im Großen Garten Dresden, unter Normbedingungen.  Junge Spitzahornbäume wachsen im Mai/Juni 2026 fast flächendeckend unter den schattigen und noch feuchteren Baum-bereichen des Großen Gartens auf. Damit verhindern sie eine natürliche Verfüngung, z.B. an der Stieleiche.


Im Erwachsenenstadium erkranken die Spitzahorne, auch im Großen Garten Dresden, durch Dürre und deren Folgen, z.B. an der Russrindenkarnkheit.


Gewöhnliche Eschen im Großen Garten zu Dresden leiden infolge Hitze, Dürre und Folgeerkrankungen unter Stabilitätsverlust und unter Kronenverlichtung.


Gespinste an Pfaffenhütchen und Weißdorn; auch deren Ausbreitung wird durch Trockenheit und Wärme begünstigt. Die
Sträucher schlagen i.d.R. im Juni neu aus.


„Sie“ finden Erholung, erfreuen „Sich“ an  einer gepfegten Park-Anlage und hinterlassen Müll?! Was für eine Sauerei!!!

Klimawandel- und Natur-Exkursion
Fach-Exkursion zu den Flächen des ausgeprägten Waldbrandes in der Gohrischheide – Fachlich begleitete Exkursion durch Stefan Müller
30.04.2026
Gohrischheide bei Zeithain

Am 1. Juli 2025 kam es während einer Dürre- und Hitzeperiode in Europa zu einem erneuten Waldbrand im munitionsbelasteten Bereich der Gohrischheide.  2.400 Hektar, d. h. mehr als drei Viertel der Gohrischheide, brannten nieder. Die Forstverwaltung stufte das Feuer als größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen ein. Nach Angaben des zuständigen Revierförsters wird die Gohrischheide erst nach 30 bis 35 Jahren, d. h. in den Jahren 2055 bis 2060, soweit entwickelt sein, wie das vor dem Brand der Fall war. Zugleich würde das Ökosystem ein anderes werden als es vorher war.
Quelle: wikipedia.org

fachliche Begleitung:
Herrn
Stefan Müller, SBS
Naturschutzgebietsverwaltung, Revier 02 Zeithain


Bäume, die vom Feuer direkt betroffen waren, von der Feuerwalze überrollt wurden, sind abgestorben.


Innerhalb des Baumbestandes weist die Späte Traubenkische, eine invasive Art, die größte Widerstandskraft gegenüber den Folgen
des Brandes auf.


Vom Brand unmittelbar betroffener Ginster.


Vom Brand nicht betroffener Ginster.


Vom Brand betroffene Heide.


Erneuerungsprozesse an Heide

 
Erneuerungsprozess an Hänge- oder Sandbirke.


Dauerbeobachtungs- oder Prozessschutzfläche


Ölkäfer