KODAK Digital Still CameraIm Meeresmuseum zu Gast – Bildungsaufenthalt in Stralsund
zur Qualifierung des Seminarthemas „Unsere Weltmeere – extrem, klimarelevant, gefährdet“ besuchte ich das Deutsche Meeres-museum in Stralsund. Insbesondere interessierten mich wissenschaftlich fundierte Aussagen zu den Folgen klimatischer Veränderungen auf die Ozeane und damit auf das Leben unseres Planeten sowie die Folgen anthropogenen Wirkens auf marines Leben.
Im Ozeaneum war ich Gast der Ausstellung „Riesen der Meere“, in welcher auf vom Menschen verursachte Gefahren verwiesen wird.
Unterwasserlärm durch z. B. Schiffsmotoren und Bohrungen führen bei Walen zu Hörverlusten bis zur Gehörlosigkeit. Damit
verbunden sind Einschränkungen der Orientierung, der erfolgreichen Nahrungssuche und der Kommunikation untereinander.
Die Ausstellungen im Meeres(kunde)museum veranschaulichen die Entstehung des Lebens im Meer, die Vielfalt mariner Lebensräume und die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ozean. Detailreiche Präparate und beeindruckende Modelle von Haien, Delfinen, Walen und einer großen Zahl diveres mariner Wesen führen Gäste in die vielfältigen Lebensräume der Meere.


Makrelenschwarm mit Kompassquallen Korallendreieck in Südostasien –
Atlantischem Adlerrochen u.a. Nachbildung
Ein Highlight für die von mir angestrebten Informationen bietet der „Digitale Globus“ mit einer faszinierenden Reise unter die
Wasseroberfläche unseres Planeten. Der Globus veranschaulicht die Dynamik der Erde, die Kraft der Ozeane und den Einfluss des Menschen.
Unser Planet Erde weist ein Alter von 4,6 Mrd. Jahren auf. [Verkürzen wir zum besseren Verständnis diese Zeitspanne auf 46 Jahre. … Seit vier Stunden erst gibt es den modernen Menschen. Vor sechzig Minuten hat er den Ackerbau erlernt, und vor einer Minute be-gann die industrielle Revolution. In diesen letzten sechzig Sekunden hat der Mensch Gaia in eine Müllhalde verwandelt, Tausende von Pflanzen- und Tierarten ausgerottet, Hunderte von Millionen seiner eigenen Spezies umgebracht, die Rohstoffreserven des Planeten geplündert, Boden, Luft und Wasser vergiftet und künftige Generationen mit strahlendem Abfall belastet. In den nächsten Sekunden werden wir alle mitentscheiden, ob wir es zulassen, unser Leben auf Gaia überhaupt unmöglich zu machen, oder ein Bewusstsein entwickeln, das uns eine zukünftige Existenz mit Gaia erlaubt. aus: Eine kurze Geschichte von Gaia]
Im ersten Teil der multimedialen Reise erfährt der Zuschauer, wie Vulkane und Tsunamis entstehen, wo die tiefsten Regionen in unseren Ozeanen liegen. In den Tiefen der Meere liegen gewaltige Gebirgsketten, aktive Unterwasservulkane sowie tiefe Gräben und weite Ebenen. Diese Landschaftsformationen sind Zeitzeugen der Erdgeschichte und sie befinden sich weiterhin im Wandel.
Der natürliche Treibhauseffekt stellt eine entscheidende Voraussetzung für das Leben auf der Erde dar. Die Klimazonen der
Erde stellen Bereiche der Biosphäre dar, die durch bestimmte Klimatypen gekennzeichnet sind.
Den Ozeanen kommt die entscheidende Rolle bei der Entstehung des Weltklimas zu.
Die Drehung der Erde und mächtige Gebirgsketten erzeugen globale Windsysteme. Über den Ozeanen entstehen:
- Wellen und Strömungen
- komplexe Zirkulationsmuster
- Transport von Wärme, Nährstoffen und Sauerstoff
Was an der Oberfläche sichtbar ist, ist nur ein kleiner Teil eines gigantischen Systems: der globalen Ozeanzirkulation.
Der sogenannte thermohaline Strom wird vor allem in Regionen bei Grönland und der Antarktis angetrieben.
Ein Tropfen Meerwasser benötigt bis zu 1 000 Jahre, um diesen Kreislauf zu durchlaufen.
Doch das System gerät aus dem Gleichgewicht durch:
- Erwärmung der Ozeane
- Versauerung des Meerwassers
- Anstieg des Meeresspiegels
- Verschmitzung der Weltmeere
Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind längst auch im Meer spürbar.
Die auf der Erde jährlich produzierte Plastik entspricht einem Gewicht von 2,5 Millionen Blauwalen. Ein Großteil dieser landet in der Umwelt und sammelt sich in den Werltmeeren. Dort bleibt sie in Form von Mikroplastik hunderte Jahre erhallten, wird von den Lebe-wesen der Ozeane aufgenommen und teilweise zum qualvollen Verenden. Auch auf den Tellern derer, die sich von „Meeresfrüchten“ und Fisch ernähren, landen diese Teilchen und sind Bestandteil der Nahrungskette.
(Quelle: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/digitaler-globus-im-meeresmuseum-unterwasserreise-um-die-welt
und Mitschrift)




































